Todesmärsche
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Am 19. April 1945 wurde das Lager Flossenbürg geräumt. In vier Marschkolonnen mit je 2000 bis 4000 Personen wurden die Gefangenen Richtung KZ Dachau getrieben. Wer marschunfähig war wurde unterwegs erschossen und verscharrt.
Insgesamt wurden mindestens 20 000 Häftlinge auf die Todesmärsche geschickt. Die Routen lassen sich nicht mehr alle ermitteln. Die US-Soldaten fanden ca. 5000 Tote entlang der Marschrouten.
Einer der Todesmärsche verlief durch den Ort Stamsried. Zwischen Diebersried - Stamsried - Pösing, einer Strecke von 11 km, wurden 597 Tote gefunden. Die Toten wurden auf dem zentralen Friedhof von Wetterfeld beerdigt. Später wurden sie auf die Friedhöfe von Dachau bzw. Flossenbürg umgebettet.
Ein weiterer Todesmarsch mit ca. 3700 Häftlingen führte von Flossenbürg über Pleystein, Moosbach, Pullenried, Lind und Schneeberg in das kleine Dorf Muschenried im Landkreis Schwandorf. Die Nacht vom 21. auf den 22. April 1945 verbrachten die Gefangenen auf einer kalten und nassen Wiese unterhalb des Kreuzberges. In dieser Nacht und am nächsten Morgen wurden 113 Gefangene erschossen und verscharrt. Insgesamt wurden in Muschenried 333 Tote beigesetzt, die in Muschenried und Umgebung getötet worden waren. 1958 wurden sie nach Flossenbürg umgebettet. Das Innenministerium verfügte, dass diese ehemalige KZ-Gedenkstätte dauerhaft zu erhalten ist.

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