Außenlager des KZ Flossenbürg: Das Colosseum in Regensburg
Wie andere Hauptlager wird das KZ Flossenbürg ab 1942 zur Zentrale eines weit verzweigten Lagersystems. Seine annähernd 80 Außenlager erstrecken sich von Würzburg bis Prag und vom nördlichen Sachsen bis nach Niederbayern. In 27 Außenlagern befinden sich weibliche Häftlinge. Die Arbeitsbedingungen und Überlebenschancen der Häftlinge unterscheiden sich extrem.

Das Colosseum in Regensburg Stadtamhof, eine ehemalige Gaststätte, war von 19. März bis 23. April 1945 das letzte Außenlager des KZ Flossenbürg. Im Colosseum sind viele Häftlinge bei den Aufräumarbeiten an den Bahngleisen gestorben – durch Blindgänger oder alliierte Bombenangriffe. Oder sie erlagen der Erschöpfung, Auszehrung oder den Misshandlungen der SS.
In der Nacht zum 23. April 1945 räumte die SS eilig das Colosseum. Auf einem Todesmarsch ins Berchtesgadener Land wurde die Mehrheit der Häftlinge erschossen.
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