Point Alpha
An dem Ort, an den heute an der Verbindungstraße zwischen Rasdorf und Geisa die Mahn-, Gedenk- und Bildungsstätte Point-Alpha steht, war bis zum Ende des Kalten Krieges ein Beobachtungsposten der US-Army.
Im Bereich der hessischen innerdeutschen Grenze gab es vier Beobachtungsposten. Von hier beobachteten NATO-Soldaten das unmittelbare Geschehen im Grenzbereich. Auf diese Weise wollte man frühzeitig die Absicht der in der DDR stationierten Truppen des Warschauer Pakts erkennen. Der Posten zwischen Rasdorf (Hessen) und Geisa (Thüringen) trug die Bezeichnung „Point Alpha“. Im Jahr 1965 hat die US-Armee das Gelände direkt an der Grenze übernommen und zu einem Beobachtungsposten ausgebaut. Normal waren dort 40 Soldaten des 11th Armored Cavalry Regiment „Blackhorse“ eingesetzt. In Krisenzeiten waren es bis zu 200. Das Regiment war mit wesentlichen Teilen in Fulda stationiert.
Mit dem Ende des Kalten Krieges wurde der Standort von der US Army aufgegeben.
Es ist der Initiative einer Bürgerbewegung zu verdanken, dass der Beobachtungsposten nicht, wie von der hessischen Landesregierung beabsichtigt, aus Kostengründen abgerissen wurde.
Das Gelände und die Gebäude wurden 1995 Denkmalschutz gestellt. Der im selben Jahr gegründete Verein Grenzmuseum Rhön Point Alpha e. V. begann mit dem Aufbau der heutigen Gedenkstätte und wurde dabei vor allem von der thüringischen Landesregierung unterstützt.
Heute umfasst der Komplex nicht nur den amerikanischen Stützpunkt auf der hessischen Seite, sondern auch einen Streifen der originalen Grenzsicherungsanlagen der DDR und das „Haus auf der Grenze“ mit einer Dauerausstellung zum Grenzregime im Kontext des Kalten Krieges auf Thüringer Seite. Teile des ehemaligen Kolonnenweges sind ein Wanderweg, der Point-Alpha-Weg und Standort der Kunstinstallation „Weg der Hoffnung“.
In einem Bericht des Hessischen Rundfunks über das Fuldaer Land wird ab Minute der Point Alpha vorgestellt. Link
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